Nachträgliche Horizontalsperre im Altbau – Ablauf und wichtige Hinweise

In vielen Altbauten fehlt eine wirksame Horizontalsperre oder sie ist im Laufe der Jahrzehnte beschädigt worden. Die Folge ist kapillar aufsteigende Feuchtigkeit, die sich vor allem im unteren Wandbereich bemerkbar macht. Typische Anzeichen sind feuchte Sockelzonen, Salzausblühungen oder sich lösender Putz.

Eine nachträgliche Horizontalsperre kann den Feuchteeintrag aus dem Fundamentbereich dauerhaft stoppen. Dabei wird im Mauerwerksquerschnitt eine Sperrebene hergestellt, die das weitere Aufsteigen von Wasser verhindert.

Ein häufig eingesetztes Verfahren ist die Injektion einer Sperrflüssigkeit oder eines Injektionsgels in das Mauerwerk. Das Material verteilt sich im Porengefüge des Steins und bildet dort eine wasserabweisende Zone.

Vor der Ausführung ist eine genaue Beurteilung des Mauerwerks erforderlich. Material, Wandstärke, Durchfeuchtungsgrad und vorhandene Hohlräume beeinflussen die Wahl des Verfahrens erheblich. Gerade bei gemischtem Mauerwerk oder bei historischen Gebäuden ist Erfahrung in der Bauwerksdiagnostik besonders wichtig.

Bei Bauwerksabdichtung Siemoneit wird jede Horizontalsperre objektbezogen geplant und auf die vorhandene Bausubstanz abgestimmt. Ziel ist es, eine gleichmäßige und wirksame Sperrebene zu erzeugen, die langfristig funktioniert.

Nach dem Einbau der Horizontalsperre kann die Wand schrittweise austrocknen. Erst danach sollten Putz- und Oberflächenarbeiten erfolgen. In diesem Zusammenhang arbeiten wir eng mit Fliesentechnik Siemoneit zusammen, um Wand- und Bodenflächen technisch sinnvoll und dauerhaft neu aufzubauen.

So wird sichergestellt, dass die Abdichtungsmaßnahme und der spätere Oberflächenaufbau optimal aufeinander abgestimmt sind.