Injektionstechnik bei der Bauwerksabdichtung – wann ist sie sinnvoll?

Die Injektionstechnik ist ein bewährtes Verfahren zur Abdichtung und Instandsetzung von Beton- und Mauerwerksbauteilen. Sie kommt immer dann zum Einsatz, wenn Feuchtigkeit über Risse, Fugen, Hohlräume oder kapillar aufnehmendes Mauerwerk in das Gebäude eindringt und andere Abdichtungsmaßnahmen nur mit erheblichem baulichem Aufwand möglich wären.

Typische Einsatzbereiche sind unter anderem Risse in Betonbauteilen, durchfeuchtete Kellerwände oder die Herstellung nachträglicher Horizontalsperren in Bestandsgebäuden.

Bei der Injektion werden speziell abgestimmte Harze oder mineralische Systeme kontrolliert in das Bauteil eingebracht. Das Material verteilt sich im Riss- oder Porenbereich und verschließt die vorhandenen Fehlstellen dauerhaft. Abhängig vom eingesetzten System können dabei sowohl abdichtende als auch kraftschlüssige Wirkungen erzielt werden.

Entscheidend für den Erfolg der Maßnahme ist die fachgerechte Planung. Nicht jeder Riss und nicht jede Durchfeuchtung lässt sich mit dem gleichen Verfahren sanieren. Breite, Verlauf, Bauteilart und die Ursache der Rissbildung müssen vorab beurteilt werden.

Bei Bauwerksabdichtung Siemoneit erfolgt deshalb vor jeder Injektionsmaßnahme eine objektbezogene Schadensanalyse. Erst danach wird festgelegt, welches Injektionsmaterial und welches Verfahren technisch geeignet ist.

Richtig ausgeführt, bietet die Injektionstechnik eine sehr schonende Möglichkeit, bestehende Bauwerke instand zu setzen, ohne größere Bauteile öffnen oder abbrechen zu müssen.